Freitagskreis mit kommunalpolitischen Themen

Am Freitag d. 29.4.22 fand nach langer Zeit mal wieder unser beliebter Freitagskreis unter reger Teilnahme von Mitgliedern und interessierten Bürgern im Fischereihof in Hemmelsdorf statt.

Nachdem lange Zeit kein geeigneter Nachfolger für dieses wunderschön gelegene Gelände mit Blick auf den Hemmelsdorfer See gefunden werden konnte, ist konnte der Betrieb vor wenigen Wochen wieder unter einem neuen Pächter aufgenommen werden. Allerdings wird das Restaurant zumindest vorläufig nicht wieder eröffnet werden, da sich das nach Auskunft der neuen Betreiber, vor allem in den langen Wintermonaten, nicht lohnt. Aber immerhin gibt es Getränke, kleine Speisen und Kuchen.

In knapp 2 Stunden wurden über die politischen Hauptthemen der Gemeinde: Gebühren für die Großparkplätze und die neue geplante Fahrradstraße heftig diskutiert. Die Besucher der Veranstaltung waren sich einig, dass die Einrichtung einer Fahrradstraße an der Strandalle zu einer zusätzlichen Gefährdung der ohnehin schon grenzwertigen Verkehrssituation beiträgt. Durch die Schließung der Standpromenade für Fahrradfahrer, da es auch hier immer wieder zu gefährlichen Situation mit den dort flanierenden Spaziergängern gekommen ist, müssen diese bereits seit Ende letzten Sommers auf die Strandallee ausweichen. Das hat in der Vergangenheit immer wieder zu erheblichen Behinderungen der Autoverkehrs und einer Gefährdung der Fahrradfahrer geführt. Bei einer weiteren Verengung der Fahrbahn käme es zu erheblichen Staus, da über die Strandallee ja auch Busse des ÖPNV und der ganze Lieferverkehr rollt. Die CDU Timmendorfer Strand setzt sich daher für den Bau eines separaten Fahrradweges auf der Strandpromenade ein. Über weite Strecken gibt die Breite der Strandpromenade bereits jetzt dazu die Möglichkeit einen solchen separaten Radweg ohne große Kosten anzulegen. Hinzu wäre das ein attraktiver Beitrag zu dem bereits bestehen Radweg Heide-Ostsee.

Die Parkraumbewirtschaftung der Großparkplätze in Timmendorfer Strand und Niendorf zur Regulierung des erheblich angestiegenen Tagestourismus wird von der CDU nicht generell abgelehnt, doch müssen die Gebühren im Rahmen bleiben und sollten sich an den Gebühren der Nachbargemeinden orientieren. Es muss verhindert werden, dass Besucher, um die geplanten sehr hohen Gebühren von 18,-€ für das Tagesticket zu umgehen, die Anwohnerstraßen blockieren und Einfahrten zustellen. Auch das geplante Jahresticket von 140,-€ oder 180,-€ für die Einwohner und die hier Beschäftigten der Gemeinde sind ein Unding. Es herrscht bereits heute ein erheblicher Mitarbeitermangel in der Hotellerie und Gastronomie. Wie bekannt ist, werden in diesen Branchen nur verhältnismäßig geringe Löhne bezahlt und es das Problem wird sich durch solch hohe Gebühren noch verschärfen. Auch für die vielen Ehrenamtlichen bei Sport-und anderen Vereinen muss eine Lösung für ein kostenloses Parken gefunden werden. Gesetzesmäßig ist eine Bevorzugung der Ortsansässigen durch niedrigere Gebühren zwar nicht zulässig, doch z.B. durch eine Privatisierung von Teilen der Parkplätze könnte, wie die Fraktionsvorsitzende Melanie Puschaddel-Freitag berichtete, hier ein Weg gefunden werden. Leider wird aber im Rathaus von Bürgermeister und Verwaltung nicht nach Lösungen für dieses Problem gesorgt.

Auch der noch immer andauernde Mangel an bezahlbarem Wohnraum in der Gemeinde wurde debattiert. Einige mögliche Bauvorhaben, wie z.B. die Bebauung eines Grundstücks am Vogelsang, wo es bereits einen Investor gibt, werden mit fadenscheinigen Gründen von Gemeindevertretern anderer Parteien blockiert.

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